Das Foto zeigt Dr. Silke Rühmland und Vero Pinzger, beide Auditor:innen an der Technischen Universität Chemnitz, im Gespräch während des Audit-Besuchs © Jacob Müller / TU Chemnitz

Hochschulen als Zukunftswerkstätten der Gesellschaft

Hochschulen wirken als Zukunftswerkstätten der Gesellschaft. Sie gestalten Wege gesellschaftlichen Wandels wissenschaftsbasiert mit und übernehmen Verantwortung in all ihren Handlungsbereichen – in Studium und Lehre, Forschung, Transfer, Verwaltung, Betrieb und Infrastruktur sowie Governance.

Im Kontext globaler gesellschaftlicher Herausforderungen richten sich Hochschulen zunehmend strategisch an der Transformation hin zu einer nachhaltigen Entwicklung im umfassenden Sinn aus. Nachhaltigkeit wird dabei zur Orientierungsgröße institutionellen Handelns und ist nicht selten Teil der hochschulischen Profilbildung – im Ausgang der spezifischen Bedingungen, Stärken und regionalen Kontexte.

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) unterstützt und begleitet diese Entwicklung, indem sie Hochschulen darin stärkt, Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil ihrer institutionellen Entwicklung zu verankern und profilbezogen auszugestalten.

Kulturen der Nachhaltigkeit

Mit der Empfehlung „Für eine Kultur der Nachhaltigkeit“ der 25. HRK-Mitgliederversammlung am 6. November 2018 legte die HRK erstmals systematisch Vorschläge vor, wie eine umfassende Integration von Nachhaltigkeitsorientierungen in allen Handlungsbereichen der Hochschulen vorangetrieben und die Umsetzung geeigneter nachhaltigkeitsbezogener Maßnahmen unterstützt werden können. Dabei gilt: Die strategischen Pfade des Wandels müssen zu den Hochschulen und ihren jeweiligen Profilen passen. 

Aufsetzend auf diese Erklärung und die seitdem beschleunigte, zunehmend komplexe gesellschaftliche Transformation auch im Bereich der Nachhaltigkeit, verabschiedete die 41. HRK-Mitgliederversammlung mit der Empfehlung „Kulturen der Nachhaltigkeit – Hochschulen als Zukunftswerkstätten der nachhaltigen Entwicklung stärken“ im November 2025 aktualisierte Grundsätze zur Haltung der Hochschulen zum Thema Nachhaltigkeit sowie Anregungen zur hochschulspezifischen Entwicklung von Kulturen der Nachhaltigkeit.

Das HRK-Audit „Nachhaltigkeit an Hochschulen“

Im Rahmen des Projekts „traNHSform“ konzipiert und erprobt die HRK zudem das Audit „Nachhaltigkeit an Hochschulen“. Das Audit unterstützt Hochschulen in einem governanceorientierten Ansatz dabei, ihre Nachhaltigkeitsstrategie, -ziele und -aktivitäten im Sinne eines gesamtinstitutionellen Ansatzes zu verstehen und noch besser aufeinander abzustimmen. Es begleitet Hochschulen bei der Analyse und Weiterentwicklung ihrer nachhaltigkeitsbezogenen Ziele, Maßnahmen und Aktivitäten und verbindet dabei hochschulinterne Selbstreflexion mit den Perspektiven externer Auditor:innen als „Critical Friends“.

Seit Juni 2026 läuft die zweite Entwicklungsphase des durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderten Projekts. Im Rahmen einer erweiterten Pilotphase werden bis Ende August 2028 weitere Hochschulen das Audit durchlaufen. Parallel entwickelt das HRK-Projektteam das Audit-Portfolio auf Grundlage der Erkenntnisse aus den Piloten kontinuierlich weiter. Eine Interessensbekundung für die Teilnahme an der zweiten Pilotphase wird im September 2026 möglich sein.

HRK traNHSform auf einen Blick